St. Valentin
Am Prospekt erkennt man das Alter zuerst am Holz und an der Verteilung der Längen. Die größten Pfeifen stehen nicht in einer modernen Reihe. Sie sind so gesetzt, wie das Werk im späten Mittelalter gebaut wurde, und ein großer Teil des Metalls darin ist derselbe geblieben.
Restauriert wurde das Werk mehr als einmal. Dabei sind Stimmen ergänzt worden, aber der Klang, den der Chor braucht, kommt aus den alten Registern. Eine neue Zunge, die lauter wäre als das Schiff, hat hier keinen Platz: die Kirche ist nicht groß, und die Empore sitzt nah über den Köpfen.
Staub auf den Labien wird abgenommen, wenn eine Stimme heiser wird. Dafür muss jemand auf die Empore, nicht ein Gerüst ins Schiff. Die kleinen Pfeifen liegen in den oberen Feldern und sind von unten nur als Reihe zu sehen.